Tesla Gigafactory 4 Berlin Public Information Event

Eva Fox von Eva Fox Januar 25, 2020

Tesla Gigafactory 4 Berlin Public Information Event

Am Freitag fand eine Veranstaltung statt, bei der sich Interessenten mit dem Hauptprojekt des amerikanischen Elektrofahrzeugherstellers Tesla in Grünheide, Brandenburg, vertraut machen konnten. Bürgermeister Arne Christiani (unabhängig) und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) beantworteten Fragen.

Laut TAZ sieht das Land Brandenburg das Projekt als große Chance und freut sich auf weitere Tesla-Siedlungen. Aber es gab abweichende Stimmen. Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung während der geplanten Anlage sorgte für viel Diskussion. Bürger protestierten für und gegen Tesla.

Der brandenburgische Wirtschaftsminister und der Bürgermeister von Grünheide beantworteten Fragen von rund 400 Bürgern. Menschen aus Grünheide sowie aus umliegenden Gemeinden wie Erkner, Fürstenwalde oder Petershagen versammelten sich in einem Besprechungsraum der Grünheide-Privatschule.

Seit mehr als zwei Monaten ist bekannt, dass ein amerikanisches Unternehmen in Grünheide eine Gigafabrik errichten und jährlich bis zu 500.000 Elektroautos produzieren will. Teslas Dokumente standen Interessenten drei Wochen lang zur Verfügung.

"Die Gerüchteküche tobt", sagte Wirtschaftsminister Steinbach zu Beginn des Treffens. "Es ist höchste Zeit, das Thema herabzustufen."

Während des Treffens wurde eine Reihe von Themen erörtert: Wasserversorgung, Rodung benachbarter Wälder, Wiederaufbau der Infrastruktur, Einwanderung, Entwicklung und CO2-Emissionen. Die Stimmung in der Halle war sehr angespannt, weil wichtige Themen für die Menschen besprochen wurden.

Der brandenburgische Wirtschaftsminister blieb ruhig. Er gab Antworten auf alle gestellten Fragen, versuchte, das Wissen von Fachleuten in einfachen Worten zu vermitteln, gab Beispiele und übersetzte die Worte von Politikern. Laut Steinbach wurde der Verkaufspreis des Gebiets für die künftige Tesla-Siedlung zweimal überprüft, damit er nicht zu niedrig war.

Er sagte den Menschen auch, dass anstelle von gerodeten Waldflächen ein neuer Wald gepflanzt wird, dessen Territorium dreimal so groß sein wird wie das, auf dem die Fabrik geplant ist. Er erklärte, dass bei Bedarf weiter entfernte Wasserquellen genutzt werden und zusätzliche Kosten dafür nicht auf die Bevölkerung übertragen werden. Durch solche Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Fabrik nicht umweltschädlich ist.

Teslas Vertreter nahmen aus einem einfachen Grund nicht an dem Treffen teil. Der amerikanische Automobilhersteller "hat hier immer noch keinen Zentimeter Territorium", so dass die Anwesenheit seiner Vertreter hier nicht erforderlich ist.

Bürgermeister Christiani erinnert die Menschen daran, dass das Gebiet um Grünheide seit 20 Jahren als Gewerbegebiet ausgewiesen ist, und das weiß auch jeder, der hier lebt. Laut Bürgermeister ist die zukünftige Fabrik "eine Gelegenheit, junge Menschen hier zu retten".

Quelle: @ Gf4Tesla / Twitter

Das Treffen endete zwei Stunden später. Laut den Medien, die an dem Treffen teilnahmen, verbesserte sich die Stimmung der Menschen leicht, weil sie Antworten auf Fragen erhielten, die sie interessierten. Dieses Treffen war der Beginn des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Demonstranten und Vertretern der lokalen Regierung.

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