Nach Tesla zieht die BASF auch nach Brandenburg

Eva Fox von Eva Fox Februar 12, 2020

Following Tesla, BASF also moves to Brandenburg

Die Entscheidung von Tesla, Gigafactory 4 in Deutschland zu bauen, war riskant, aber strategisch korrekt und ermutigte die BASF, eine neue Batteriefabrik in Brandenburg zu errichten.

Die Wahl fiel erwartungsgemäß auf den Standort Schwarzheide in Lausitz. Reuters berichtet, dass die Chemical Company am Mittwoch angekündigt hat, dass dort Kathodenmaterialien für Batterien von Elektrofahrzeugen hergestellt werden.

Das Unternehmen wollte sich nicht zur Höhe der Investition äußern. Die BASF hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, 400 Millionen Euro in die Herstellung von Batteriematerialien in Europa zu investieren. Als erster Ort wurde bereits Harjavalta in Finnland ausgewählt.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einem starken Signal für die Zukunft Brandenburgs und Deutschlands als Autostandort. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten Zehntausende neuer Arbeitsplätze in der Produktion von Batteriezellen in Deutschland geschaffen werden. Opel plant, ab 2024 in Kaiserslautern Batterien herzustellen und an andere Unternehmen zu verkaufen. Eine Tochtergesellschaft des französischen Automobilherstellers PSA plant, zwei Milliarden Euro in sie zu investieren und bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Etwa eine halbe Million Autos pro Jahr könnten künftig mit Kaiserslautern-Batteriezellen ausgestattet werden.

Das BASF-Werk Schwarzheide wird ein Fördervolumen von über 100 Millionen Euro haben. Alle Details hierzu werden erst im Frühjahr bekannt gegeben. Das Werk kann auch auf eine Finanzierung aus Brandenburg zählen.

Im neuen BASF-Werk werden in Finnland hergestellte Primärprodukte eingesetzt. Die anfängliche Kapazität wird etwa 400.000 Elektrofahrzeuge mit Batteriematerial ausstatten.

Das Land Brandenburg freut sich, dass Tesla mit seiner Präsenz andere Hersteller, die sich auf die Entwicklung neuer Automobiltechnologien konzentrieren, dazu drängt, sich hier niederzulassen. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, in Brandenburg eine neue Wertschöpfungskette zu schaffen, die das gesamte Spektrum neuer Antriebskonzepte abdeckt“, sagte Christian Amsinc, Geschäftsführer der Wirtschaftsverbände Berlin-Brandenburg. „Eine ausreichende Kapazität zur Herstellung von Batterien ist für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie äußerst wichtig.“

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke fügte hinzu: „Zwei Räder passen zu Tesla und BASF.“ Laut Altmaier war die Entscheidung von Tesla, in Brandenburg zu investieren, eine Verstärkung für die BASF.

Altmaier betonte, dass Tesla keine andere Sonderbehandlung als normale staatliche Subventionen erhält. Brandenburg erwägt derzeit Unterstützung beim Bau der Anlage, und hier sieht alles gut aus.

 

Ausgewähltes Bild: BASF




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