Premierminister unterstützt Tesla Giga 4 Berlin, bat Kritiker um Geduld

von Eva Fox Februar 01, 2020

Prime Minister Supports Tesla Giga 4 Berlin, Asked Critics to Patience

Das geplante Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin stieß bereits auf Besorgnis und Proteste. Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke bat die Kritiker von Tesla um Geduld.

"Fragen zum Ausbau der Infrastruktur, zur Wasserversorgung und zu vielen anderen Dingen wurden bereits beantwortet, aber es dauert auch einige Zeit", sagte Woidke. "Ich bitte um Ihr Verständnis." Der Regierungschef betonte: „Teslas Entscheidung ist erst elf Wochen alt. Wenn Sie sehen, was in dieser Zeit bereits passiert ist, ist das gut. ”

Der Premierminister ist zuversichtlich, dass offene Probleme gelöst werden können, versteht jedoch, dass dies eine Herausforderung für alle Parteien ist. "Es wurden gute Fortschritte erzielt, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns", sagte Woidke. Er betonte auch: "Wir haben gute Gespräche mit Tesla." Die Landesregierung steht ständig im Dialog mit der Zielgruppe, der Arbeitsgruppe und den Protestierenden.


Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg (SPD) in seinem Büro in Potsdam
Quelle: Amin Akhtar

"Wir sind alle in einem guten Tempo", sagte der Regierungschef. Er schlägt vor, dass sich die Tesla-Fabrik positiv auf das gesamte Bundesland auswirken könnte: „Wenn alles funktioniert, wird in Grünheide eine Geschichte erscheinen, die ganz Brandenburg zugute kommt.“ Ihm zufolge wird das Projekt auch dem Thema klimaneutrale Produktion aufgrund erneuerbarer Energiequellen einen Impuls geben. Woidke ist sehr an der Industrie für die Herstellung von Produkten interessiert, die das Klima nicht beeinflussen und die lokale Umwelt verbrauchen -Energie.

Letzte Woche hat Elon Musk, CEO von Tesla, eine Reihe von Details getwittert, die die Situation mit dem Werk verdeutlichten Wasserversorgung und das Abholzung auf dem Werksgelände.

Er erklärte, dass die Fabrik unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeits- und Umweltanforderungen entworfen wurde. Der Premierminister lobte diese Aussagen. "Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter eine Debatte über eine Debatte im Land Brandenburg kommentiert", sagte Woidke. "Das war eine wichtige Klarstellung."


Tesla plant den Bau einer Fabrik in Grünheide bei Berlin, in der ab der zweiten Hälfte des Jahres 2021 jährlich bis zu 500.000 Autos vom Band laufen werden. Das Umweltgenehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Tesla hat hohe Umweltanforderungen, die das Unternehmen vollständig umsetzen möchte.

Gleichzeitig will Joachim Pfeiffer (CDU), wirtschaftspolitischer Sprecher der Alliierten Fraktion im Bundestag, übermäßige Umweltanforderungen verhindern, um die geplante Gründung eines Werks eines amerikanischen Elektrofahrzeugherstellers in Grünheide nicht zu gefährden. "Dieser Fall zeigt deutlich, dass der Genehmigungs- und Planungsprozess in Deutschland zu bürokratisch, zu lang und zu umständlich ist", sagte Pfeiffer gegenüber dem Handelsblatt.

Daher ist es wichtig, nicht nur Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und rechtliche Prozesse zu verkürzen, sondern auch Investitionsprojekte abzuwägen. „Bei Investitionen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wie zum Beispiel der Elektromobilität, ist es beispielsweise erforderlich, eine differenzierte Bewertung der Ausgleichsbereiche vorzunehmen, die dem Schutz von Natur und Arten dienen“, forderte der Politiker.

Der Vorschlag der Union zum Ausbau der Windenergie kann hierfür als Beispiel dienen. "Darin schlagen wir die Weiterentwicklung des Bundesgesetzes über den Naturschutz so vor, dass Klimaschutzmaßnahmen vollständig von Ausgleichsverpflichtungen befreit sind", sagte Pfeiffer.

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Ausgewähltes Bild: @gigafactory_4 / Twitter




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